Bali
25.11.2003 - E-Mail aus Lovina Beach, im Norden Balis
Selamat datang in Bali
Endlich sind wir nun in Bali, einer kleinen Insel Indonesiens mit ca. 4 Millionen Einwohnern, angekommen. Es erwartete uns eine wahnsinnige Hitze und zig Taxifahrer, die alle nur das eine wollten: Transport, Transport. Dieses Wort hört man den ganzen Tag, egal wo man hingeht. Bali ist "nur" ca. 145 mal 95 km groß, sehr grün, hat immer noch aktive Vulkane und ist spätestens seit dem grausamen Bombenanschlag im Okt 2002 in Kuta sehr bekannt. Kuta ist die Partymeile Balis und es säumt sich eine Bar und ein Shop nach dem anderen. In den kleinen, beschäftigten Straßen wird man ständig angequatscht, man soll ihre Waren kaufen und muss dabei höllisch aufpassen, damit sie dir nichts klauen. Wir haben uns ca. 15 Minuten von Kuta dem Surferparadies Balis, in Semyniak ein Hotel gesucht, wo es ruhiger aber immer noch was los ist. In unserer Straße sind einige nette Kneipen und Restaurants und zum Strand ist es nur ein Katzensprung.

Allerdings braucht man gute Nerven wenn man am Strand ist, da dort viele lästige Strandverkäufer rumlaufen. Alle verkaufen hier ihre Waren wie T-Shirts, Sarongs, CDs, Ketten, Holz-oder Steinfiguren äußerst günstig. Auch ist Unterkunft und Essen sehr günstig.
Eigentlich wollten wir uns gleich ein Moped oder Auto mieten aber in dieser Gegend ist es eher lebensmüde, selbst zu fahren. Die verhalten sich wie die Wilden und eigentlich wird nur gehupt. Naja, vielleicht klappts ja im Norden oben mit einem eigenen Gefährt. Da der "Transport" aber auch so billig ist, kann man sich auch ruhig rumchauffiern lassen. Am Abend haben wir uns nach Jimbaran bringen lassen, das ein kleines Fischerdorf ca. 20 Minuten von unserem Hotel entfernt ist. Dort säumt sich ein Fischrestaurant nach dem anderen direkt am Strand und bietet fangfrischen Fisch an. Wir hatten frischen leckeren Hummer für zwei Personen mit Reis, Salat und Getränken und zahlten dafür schlappe 10 Euro gesamt. Da werden sie uns nicht zum letzten mal gesehen haben.
Für den nächsten Tag mieteten wir uns ein Auto mit Fahrer und der brachte uns zuerst nach Denpasar, der Hauptstadt Balis, wo wir einen Barong-Tanz anschauten. Das ist einer von mehreren traditionellen Tänzen mit einer kleinen Handlung. Danach fuhren wir an Bananenfeldern, Reisfeldern und -terassen vorbei durch einige Dörfer, die Kunst und Handwerk verkauften. Jedes Dorf hat sein eigenes Handwerk, so fertigen und verkaufen sie in einem Dorf nur Holschnitzereien, die äußerst schön sind, im anderen nur Silberschmuck, im nächsten Steinfiguren und ein Dorf weiter gibts Batik oder Malereien.
Nächste Station war die Gunung Batur Area, wo neben einem See ein mächtiger Vulkan noch immer raucht. Es war dort eher frisch und leider zog sich der Vulkan etwas in Wolken. In Bali regnet es seitdem wir hier sind jeden Tag einmal für ungefähr eine halbe Stunde, da momentan gerade Regenzeit ist, dafür sind aber nicht so viele Touristen da und die Preise liegen dadurch auch niedriger. Danach fuhren wir nach Ubud zum Monkeyforrest. Dort laufen überall Affen rum und springen einen an, wenn man ihnen keine Bananen gibt. Der eine oder andere beißt auch. Der Affenwald selber ist nicht so interessant, aber die Tempel die dort sind. Teilweise schon sehr vermoost und recht beeindruckend. Wenn man einen Tempel betritt, muss man sich einen Sarong umhängen um die nackte Haut zu bedecken. Es kostet nichts aber sie erwarten eine kleine Spende zum Erhalt des Tempels.
Danach ging es wieder zurück zum Hotel. Eigentlich wollten wir noch shoppen, da Ubud der beste Platz für billige Waren ist, aber die Tour war doch sehr anstengend und zum groß Handeln waren wir nicht mehr fähig. Handeln ist hier eher sowas wie Pflicht, da es beleidigend ist, den Preis nicht zu drücken. An das müssen wir uns aber noch eher gewöhnen. Abends gingen wir wieder lecker essen und schauten uns das Rugby Worldcup Finale an, wobei aber "unsere" Australier leider gegen England verloren. Nach 4 mal hintereinander sind sie zum ersten mal wieder "nur" Vizeweltmeister geworden. Schade, aber nächstes mal holen die Wallabies wieder den Pot.
Mittlerweile sind wir in Lovina Beach im Norden Balis, wo wir uns für ein paar Tage einnisteten. Hier ist es etwas ruhiger, als in Kutagegend und sehr nett. Der Strand ist zwar von Lava eher grau als weiß, aber es gibt viele Delphine und tolle Korallenreefs zum Schnorcheln. Hier wollen wir uns auch einen Roller ausleihen und die Küste erforschen.
Mehr dazu beim Nächsten Mal.
Immernoch Bali
01.12.2003 - E-Mail aus Padangbai, an der Ostküste Balis
Hallo zusammen,
wir sind mittlerweile in Padangbai Ostküste Balis und fahren morgen mit der Fähre 4-5 Std. nach Lombok, wo wir ein paar Tage auf den Gilli Islands bleiben und uns danach Lombok anschauen wollen. Falls wir mit der klapprigen Fähre wieder heil zurück kommen (weil die ist echt der Hammer), berichten wir mit Fotos.
Liebe Grüße
Alex Und Nini