23.01 bis 25.01.2003 - Fraser Island

Reisebericht vom 27.01.2003
Am 22. Januar haben wir unseren Trip nach Fraser Island gebucht. Nach langer Überlegung, ob wir allein oder mit einer geführten Gruppe fahren sollen, haben wir uns für die geführte Gruppe entschieden. Die Gruppe bestand aus 30 Leuten, aus Engländern, Schweden, Schweizern, Deutschen und Franzosen. Wir fuhren mit der Fähre auf die 120 km lange und 35 km breite Sandinsel, die tatsächlich nur aus Sand besteht, auf dem Regenwald wächst, einige Süßwasserseen sind und jede Menge Natur pur. Auf der Insel angekommen wurden wir von einem Ranger empfangen, der auch gleich mit der Tour begann. Wenn man das nicht selber sieht, kann man sich es nicht vorstellen. Wir fuhren mit einem busähnlichen Gefährt ca. einen halben Meter hohen Sandspuren entlang und das bergauf, bergab. Das schaukelte! Da musste man echt aufpassen, dass man sich den kopf nicht andauernd anschlug. Am ersten Tag fuhren wir zum Basin Lake, einer von den vier größeren Süßwasserseen mit glasklarem Wasser. Dort wurde gebadet und dann quer durch den Dschungel zu einem Basislager gewandert, wo es auch schon die erste Mahlzeit gab.
Fraser Regenwald Alex im Fraser Regenwald
Von dort gings durch den Regenwald mit traumhaften Bächen und den unterschiedlichsten Geräuschen von Vögeln und weiteren Tieren und zu unserem Bus zurück. Das ist eine Art LKW mit Bussitzen hinten dran. Die Insel ist übrigens nur mit Allrad gerüsteten Fahrzeugen befahrbar. Nach kurzer Fahrt sind wir erst mal ordentlich steckengeblieben. Alle mussten raus und schieben, aber das brachte nichts. Der Verkehr staute sich, da es nur einspurige Wege gibt und nichts ging mehr. Ca. 50 Leute waren beschäftigt, den Bus aus dem Sand zu bringen. Des war lustig!
Der eingesunkene Bus Der eingesunkene Bus Bus am Strand Lake Mc Kenzie
Videoclip vom eingesunkenen Bus (von der Digi-Cam - Vorsicht! 0,8 MB)
Als es geschafft war, natürlich mit kräftiger Unterstützung unsererseits :-) fuhren wir zu dem wunderschönen und auch größten Süßwassersee Lake Mc Kenzie. Ist schon lustig, dass auf einer Sandinsel mittendrin so ein Süßwassersee ist. Wir konnten dort baden und fuhren danach weiter zu unseren Unterkünften. Endlich mal wieder richtige Betten, aber die Freude hielt nicht lange an, da man den Lattenrost direkt im Kreuz hatte. Was soll's! Ist halt adventure tour. Wir waren dort in einer Lodge, wo es 2er und 4-Bettzimmer gab. Wir hatten ein 4-er Zimmer mit Deutschen, die sehr nett waren. Überhaupt die Lodge war sehr nett angelegt. In einem Hang mit kleiner Terrasse und Küche. Wir duschten erst mal und gingen dann essen: Lecker Bufett mit Nudeln, Salat, Pizza... Dort waren dann auch andere Gruppen mit anderen Rangern und es gab auch gleich ein Duell mit den andern in Form von Drinking Games. Wir verloren zwar, aber des Bier war umsonst. Ach ja genau, als wir auf Fraser ankamen und unser Ranger sich vorstellte, musste jeder einen Aufkleber mit Namen versehn und dort draufmalen, was er sich von Fraser erwartet. Der erste Preis war ein Liter Bier, also strengten wir uns doppelt an. Und nun ratet mal, wer gewonnen hat.????? Na wer wohl, die na na genau die Nini. War ganz klar.  Alex schreibt: den sie ganz alleine getrunken hat ;-(((   Nini schreibt: stimmt gar net, die Alte war halt bloß zu langsam. Naja egal, sollte nur alles mal erwähnt werden mit der künstlerischen Begabung genannter Personen. ok weiter. War echt ein lustiger Haufen. Am nächsten Tag frühmorgens 7 uhr Frühstück. Fast jeder war schlecht beinand, wir fuhren holter die polter weiter quer durch den Wald zum sogenannten Highway an den Seventy-Five Mile Beach. Da gehts echt zu, wie auf der Autobahn. Direkt am Strand fahren da alle Minute ein Jeep oder ein Bus auf Sand entlang. very funny.
Schiffswrack Maheno Eli Creek Eli Creek
Wir besichtigten das "Maheno" Schiffswrack, das dort vor etlichen Jahren gestrandet ist und jetzt dahinrostet. Allerdings ist schon langsam nicht mehr viel davon zu sehen. Dann gings weiter zum Eli Creek ein Süßwasserbach, in dem man sich treiben lassen kann. Unser Ranger gab uns Reifen, mit denen wir runter fahren konnten. Weiter gings zum Indian Head. Der einzige Felsrest, von dem man wunderschöne Aussichten hat und auch Haie sehen kann. Einen Dingo sahen wir Gott sei dank nicht, denn die sollen dort echt gefährlich sein, dafür aber handgrosse Spinnen, viele Vögel, Turtles, und einen Drachen, der aber nur als Ast geformt war. Aber lustig schaut des aus.
Indian Head Indian Head Indian Head Indian Head Indian Head Drachenbaum
Zurück zu unserm Camp, duschen und ab zum Essen. An diesem Abend war Karaoke angesagt, wo wir aber Gott sei es gedankt nur mit der Gruppe auftreten mussten. Unser Ranger spielte auf der Gitarre Heavy Metal Lieder vom feinsten, eine wahre Schau. Als wir gehen wollten, hielt uns noch der Ranger von der anderen Gruppe auf und wir versumpften ordentlich, so dass wir als eine der letzten die Dingo Bar verliessen. War aber nicht schlecht, da wir viel englisch reden mussten und auch einiges lernten von den Funky Australiern. Morgens wieder früh raus nach wenig Schlaf frühstücken und weiter zum Lake Wabby, wieder mal ein Süßwassersee mitten in der Sandwüste. Der ist ganze dreißig Meter tief, aber nur ca. 10 Meter breit. Wir glauben in 5 Jahren ist der See vom Sand ganz zugedeckt, da am anderen Ende der Ozean den ganzen Sand reindrückt.
Lake Wabby Palmen Auf der Fähre Auf der Fähre
Dort baden und dann ewig durch die Sandwüste zum Strand zurück, wo uns der Ranger Bob wieder mit dem Bus abholte. Der ging aber kaputt, so dass er uns an einem Camp aussetzte, wo wir lecker BBQ verspeisten und leider ewig auf den neuen bus warten mussten. Dadurch war unser Trip zu Ende und wir fuhren nur noch zurück zum Kingfisher Bay, wo uns die Fähre wieder abholte. Wir verpassten dadurch den vierten grossen See, die Champagner Poole und den Eukalyptuswald, wo wir bestimmt unsere ersten Koalas gesehn hätten. Naja, es war jedenfalls total lustig. Neue Leute haben wir kennengelernt und jede Menge Spass gehabt.

Bevor wir auf Fraser fuhren, haben wir noch etlich E-Mails wegen Arbeit abgeschickt und jetzt ist es auch endlich soweit. Morgen gehts los. Eine Farm in der Nähe vom Strand zwischen Rainbow Beach und Hervey Bay.