07.03. bis 10.03.2003 - Segeltour
12.03.2003 Reisebericht
Die Segeltour war echt super. Wir fuhren am Freitagabend mit der "Alexander Stewart" raus aufs offene Meer zu den Haien. Das Schiff war ein Zwei-Master, das erst viermal ausgelaufen war. Also noch alles sehr schön im Gegenteil zu all den anderen Schifferln, die schon etwas runtergekommen sind. Wir segelten die Whitsundays entlang, insgesamt 74 Inseln, von denen die meisten unbewohnt sind. Die Inseln sind Riffe, wo Korallen und lauter bunte Fische sind. Wir waren 16 Leute plus Kaptain, Skipper und zwei Köchinnen, die übrigens sehr lecker gekocht haben.

Endlich an Bord seekrank abends an Bord Sailor Alex Sonnenuntergang
Der erste Abend war grauenhaft für Nini, da sie a little bit seasick (ein bißchen seekrank) wurde und nichts mehr reden, essen, geschweige denn trinken konnte vor lauter Schlechtsein. Alex fehlte gar nichts, was nicht gerade eine gerechte Aufteilung ist. Wir hielten in einer Bucht, bekamen noch einen Snack und wurden dann vom Kaptain mit der Gitarre unterhalten, bevor wir in unsere winzige Kabine gingen. Die Nacht war dann nicht so schlimm, wie von Nini befürchtet und am nächsten Tag gings dann auch besser. Mit Frühstück im Magen fuhren wir in eine kleine Bucht der Hook-Insel, wo wir schnorcheln gingen. An Land bekamen wir noch sogenannte Stinger Suits geliehen, die vor den gefährlichen Shellyfischen schützen sollen. Die sind hier von November bis Mai an den Stränden und brennen einem die Haut weg bei Berührung. Manche sagen, die sind sogar tödlich.

Segel sind gesetzt auf großer Fahrt Bucht an der Hook-Insel perfekt ausgerüstet unser Schiff in der Bucht vor Anker Nini Bucht Dream-Team
In voller Montur gings ab ins Wasser, wo uns eine traumhafte Korallenwelt erwartete. Tausende von knallig bunten Fischen in allen Größen und wunderschöne Korallen. Schade, dass ab und zu die Sonne verschwand und das Wasser dann etwas milchig wurde, wodurch die Farben dann nicht richtig rauskamen. Wir haben uns extra eine Unterwasserkamera gekauft und superschöne Fotos gemacht, die ihr aber erst nach unserer Heimkehr begutachten könnt. Wir sahen Schnappmuscheln, Batfische, Seesterne, Coralfische, Regenbogenfische, Napoleon Mauis (die waren ca. einen halben Meter groß) und und und. Leider wissen wir nicht alle Namen, sonst könnten wir hier richtig angeben.
Nini im Wasser Ausruhen Nini Alex unser Zwei-Master Alex Blick zur Küste Sonnenuntergang Sonnenuntergang
An Bord zurück gabs lecker Essen. Vom Deck aus sahen wir eine Riesen Turtle, die alle fünf Minuten auftauchte, aber leider zu weit weg war, um sie zu fotografieren. Nachmittags wurden die Segel gesetzt (insgesamt vier) und dann gings los über den Pazifik. Leider gingen wir an diesem Tag nicht nochmal schnorcheln, da zwei Schweizer das Schiff verlassen mussten vor lauter Seasick (Seekrankheit), was einige Zeit kostete. Also ab in 'ne Bucht, ankern, essen, Bier trinken, schlafen.Am nächsten Tag Frühstück und weiter zum Whitehaven Beach, der im Jahr 2000 zusammen mit einem in Mexiko gelegenen zum schönsten Strand der Welt gekürt wurde. Wir gingen an Land und konnten uns etwas sonnen, bevor wir an Deck unser Mittagessen bekamen und uns dann zum Schnorcheln fertig machten. Wieder sahen wir wunderschöne Fische, Korallen und Muscheln. Diesmal schien die Sonne pur und der Skipper fütterte die Fische vom Boot aus, wodurch man in einem richtigen Fischschwarm schwimmen konnten. Traumhaft! Alex' Taucherschnorchel wurde angeknabbert und Nini wurde in den Finger gebissen, als wir die Fische unter Wasser fütterten. Am Abend fuhren wir wieder in eine Bucht, vorbei an Hamilton Island, die mit lauter Touri-Bunkern verbaut ist, Long Island, Lindeman Island und und und, wo wir mit einigen anderen Schiffen und lauter Musik den letzten Abend verbrachten.
Vorbereitung zum Schnorcheln Alex Alex und Nini Nini als Gallionsfigur Nini Alex Nini genießt die Sonne Alex
Am nächsten Morgen war der Wind so gut, dass wir nur noch segelten und zurück in den Hafen schipperten. Schade, denn wir wären gerne nochmal schnorcheln gegangen.Mit dem Wetter hatten wir echt Glück, im Vergleich zu den Tagen davor, wo es eben nicht so schön war. Wir hatten nur am ersten Abend einige Tropfen. Beim Segeln sind wir immer richtig schief auf Deck gelegen. War toll. Zurück an Land bekamen wir noch in einem Pub frei Trinken und Essen zum Abschluss. Werden jetzt die nächsten Tage weiter Richtung Townsville fahren. Blieben hier noch länger, da wir in 'nem Backpacker Arbeit hatten, für Unterkunft und Essen frei.
Nini Nini mit dem Lump Jockel Alex mit dem Lump Jockel
Unser Jockel hat übrigens den Auspuff verloren. So ein Lump. Wir verlieren auch nicht unsere Hosen unterm Gehen. Wir haben ihm gleich ordentlich die Meinung gesagt, jetzt ist er etwas eingeschnappt. Erst die Ameisen und jetzt das noch. Naja er ist immer noch unser Freund.
Das wars mal wieder fürs erste.
Alex und Nini