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29.07.2003 - E-Mail aus Perth Heute fahren wir weg von Perth und begeben uns in die südlicheren Regionen von WA. Am Wochenende waren wir noch auf einem Flohmarkt und verkauften für unseren Freund einige Sachen. Das war recht lustig. Die Australier sind schon witzig. Wir hatten lauter neue Sachen, die Vince mal irgendwo aufgekauft hat und noch verpackt waren, aber die wollte uns keiner abkaufen. Nur die alten Sachen, aus unserm Bus, die wir noch dazu taten, die haben sie uns abgekauft. Neben uns war ein Stand, die hatten nur Müll, aber der war in Null komma nix ratzeputz leergekauft. Komisch. Momentan ist hier irgendwie Weihnachten. Die Aussies nennen dies Mid July Christmas. In den Schaufenstern hängen Weihnachtsmänner und überall verkaufen sie Nikolausmützen und dergleichen. Ab und zu spinnen sie a bisserl. Naja... Zum Abschluss kochten wir für den Vince noch original Schweinebraten mit selbstgemachten Semmelknödeln und Blaukraut und wir tranken unser lecker Weißbier dazu. Der kam gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Und Mamas, ihr müsst aufpassen, dass ihr euren Ruf als beste Schweinebraten-Mamas nicht verliert! Ihr habt nämlich jetzt Konkurrenz. Wir waren noch ein paar Mal fischen. Heute fahren wir an der Küste entlang Richtung Margaret River, wo wir einen Job als Wine Prunner in Aussicht haben. Mal sehen, was wir da alles machen müssen. Wir denken, die Reben zuschneiden und wieder aufhängen. Das ist momentan die einzigste Arbeit, die es hier im Winter so gibt, da mit Früchten nicht so viel los ist. Auf dem Weg wollen wir noch in Mandurah stoppen, da dort ein bayerisches Dorf sein soll und ein Nachbau vom Schloss Neuschwanstein, und in Bunburry, wo nochmal die Delphine sind. Thats all |
| wie ihr schon wisst, sind wir in Margaret River im South West von Western Australien. Das ist eines von vielen bekannten und großen Weingebieten hier in Aussie. Hier ist eine große Weinfarm mit riesen Anwesen nach der andern und auch dementsprechend etwas teurer, aber wunderschön. Das Meer ist nur einen Katzensprung entfernt und dort ist eine traumhafte Küste. Auch ein Surfer-Paradies, da es sehr hohe Wellen gibt. Die Arbeit macht uns recht Spaß und wir sind den ganzen Tag an der frischen Luft. Unsere Farm heißt Adinfern Farm. Hier die Homepage wenn mal jemand reinschauen möchte: www.adinfern.com Als Prunner muss man die Reben zuschneiden und eventuell wieder aufhängen, damit sie dann wieder wachsen können. Recht einfach und gut bezahlt. Wir arbeiten mit zwei Kanadiern, zwei jungen Burschen aus dem Ort und dem Weinfarmer zusammen. Das immer sehr lustig ist. Diese Woche war das Wetter sehr schön, nur oft en kalter Wind aber heute (Sonntag) regnet es scho den ganzen Tag aus Kübeln und wir hoffen, es wird morgen wieder besser. Der Regen hindert nämlich keinen daran, mit dem Prunnen weiterzumachen. Zum Schneiden angefangen haben wir am Shiraz, dann weiter am Merlot und jetzt sind wir beim Cabernet. Der fuchst uns etwas, da er dichter gewachsen ist und man lange braucht. |
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